3/13/2015

BMAS Nahles sollte Jobcenter vom Zoll kontrollieren lassen

Arbeitsministerin Nahles & WeightWatchers
Die Regenbogen-Nachrichten-Postille berichtet

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) will den Missbrauch von Werkverträgen künftig durch verschärfte Kontrollen eindämmen.

Nobel, nur scheint sie ihr Fadenkreuz nicht korrekt justiert zu haben.
Es gebe ganze Branchen, die Werkverträge nutzten, um sittenwidrige Löhne zu zahlen und unhaltbare Zustände für die Mitarbeiter durchzusetzen, sagte Nahles.
Eine seltsame Beobachtung für eine Arbeitsministerin, die es besser wissen sollte. Es gibt eine einzige Branche, die das protegiert, und es ist eine staatliche. OK, es ist genauer gesagt eine staatlich-kommunale, aber damals wollte das BVG lediglich den Pastellton etwas scheindemokratisch nivelliert wissen. Diese einzige Branche ist die der


J O B C E N T E R

Dort werden (teils sittenwidrige) Anstellungen mit sittenwidrigen Löhnen in Sklavenhalter Manier aufoktroyiert und das mitunter unter Brechung von Gesetzen.

Ist Nahles unter Metadon Einfluss wenn sie den
Missbrauch bei Leiharbeit und Werkverträgen
bejammert? Das ist doch das Basis-Businessmodell des Erfolgs des deutschen Exports und der parallel einhergehenden Verschuldung der Importländer. Spielt Nahles nun doof oder ist sie es?

Ein vehementes nein zu beiden Vermutungen (es liess ja auch Betteridge grüssen), denn übergewichtige Arbeitsministerin spricht nun Tacheles und das liest sich so:
"Wir werden ein Paket machen, das überhaupt erst die Handhabe schafft, den klassischen Werkverträgen zu ihrem Recht zu verhelfen", sagte Nahles.
Völlig verstanden, denn rechtens sind Ein-Euro-Jobs vermittelt durch staatliche, hochqualifizierte Jobvermittler auf Punktesystem-Basis operierend und manchmal auch aus Jux und Dollerei ihren Schwanz aus der Hose holend für einen (Blow) Job.

Das Problem sind nicht die billigen Löhne bei Schwarzarbeit, wobei die Penunzen dann wenigstens noch direkt in die Tasche der Werktätigen gehen. Nein, das Problem ist, der Staat möchte von den Billiglohn-Werkverträgen noch seine Steuern kassieren. Dann sind diese Werkverträge völlig in Ordnung und die Arbeitslosenstatistik nimmt sich dann auch so ganz nebenbei besser aus.

Wie liest sich Ekel erregender Zynismus  à la Nahles? So:
"Rechtswidrige Vertragskonstruktionen bei Werkverträgen zulasten von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern müssen verhindert werden."
Das ist korrekt und lobenswert, aber warum die ganze Betriebsamkeit? Dieses Revier wird doch zufriedenstellend von den Jobcentern bedient. "Rechtswidrige Vertragskonstruktionen bei Werkverträgen zulasten von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern" müssen normativ an juristisch einwandfreie Gesetze der Paralleljustiz SGB adaptiert werden, um so bei gleicher Konstruktion, abzüglich der Steuern und Sozialabgaben freilich, in legitime Beschäftigungsverhältnisse transferiert und so staats- und exportindustriell legitimiert zu werden. Genau diesem Arbeitsauftrag kommen Jobcenter nach. Weiss Nahles nicht um Teile ihres Ressorts?

Hier kommen als coda noch die Billiglohn-Schreiberlinge des Regenbogen-Magazins zu Wort und entschuldigen sich rechtfertigend für die feine Art der deutschen Dumpinglöhne:
Korrekt ist aber, dass der Mindestlohn auch für die Beschäftigten der jeweiligen Subunternehmen gilt. Lediglich Selbstständige dürfen weniger als den Stundenlohn in Rechnung stellen - es ist allerdings unüblich, dass Supermärkte derartige Werkverträge mit ihnen abschließen. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.
Abtreten, ihr Brown noser!

Spiegel Reporter bei Recherche

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