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3/23/2014

Jean-Marc Vincent offeriert "passgenaue" Eingliederung in das Billiglohnland


Eltern, die ihren Kindern von vorneherein eine bessere Schulbildung sowohl in der Volksschule als auch später an einer höheren Schule vermitteln wollen, müssen dazu einen Antrag bei den Höheren SS- und Polizeiführern stellen.
"Einige Gedanken über die Behandlung der Fremdvölkischen im Osten" von Heinrich Himmler, 15. Mai 1940
Quelle: Kühnl, Reinhard 
"Der deutsche Faschismus in Quellen und Dokumenten."
Köln, 1978

Bildquelle: Daily Mail










Coucou Jean-Marc,

Je suis désolé de ne pas t'avoir écrit depuis si longtemps. Mein heutiger Post behandelt das folgende Satzfragment aus Ihrer Email:

Für passgenaue Beratung benötige ich Informationen über den aktuellen  Sachstand (Schulzwischenzeugnis),
Ihr Ersuchen ist interessant in gar mancher Hinsicht und ich will hier Ihren Verweis, gemacht im ersten Satz Ihrer Email, hinzufügen nach der Sie vorgeben, im Rahmen des "Beratungsauftrags nach SGB II" zu handeln.

Sie, und damit meine ich das JC allgemein, scheinen den "Beratungsauftrags nach SGB II" sehr lax, non-existent, nicht erwähnenswert oder schlicht nicht einer Antwort würdig zu erachten.

So sandte ich im November 2013 (!) eine Email an die Sachbearbeiterin Silke Strama mit Hinweisen auf Sozialgerichtsurteile zur Zahlung von anfallenden Fahrtkosten zur Schule. In üblicher verrotteter Jobcenter-Manier blieb diese Email unbeantwortet.

Am 17. Februar 2014 sandte ich eine zweite Email an besagte Silke Strama mit Fahrkartenbelegen für die Monate September - Dezember 2013 und wiederum mit Rechtshinweisen. In üblicher abgefuckter Jobcenter-Manier blieb die Email bis dato unbeantwortet.

Aber zurück zu Ihrem geheuchelten Angebot einer "passgenauen Beratung". Hmm, mon garçon du centre d'emploi, das mutet un peu seltsam an. Seltsam, insofern als niemand, aber auch gar niemand vom Jobcenter, jemals zu irgendeinem Zeitpunkt überhaupt sich in irgendeiner Form um meine Tochter gekümmert hat.

Ganz im Gegenteil. Bevor die Wunderdroge der Siebenfachen Wurfmöse Uschi von der Leyen, also das ominöse Bildungpaket in Kraft (Kraft ???) trat, konnte meine Tochter in der Schule KOSTENFREI zu Mittag essen!!!

Mit Einführung des Bildungspaketes ging das nicht mehr, denn es gab nicht genügend Räumlichkeiten, um Schüler zu verköstigen. Deutschland ist ein hochverschuldetes Land, genauer gesagt 83% des GDP; also 23% über der EU Vorgabe!!!

Egal Jean-Marc Vincent, denn Sie scheinen jene telepathischen Fähigkeiten zu besitzen, mit denen Sie, meine gutster Schlaumeier, ohne jemals auch nur einen Ton mit meiner Tochter gewechselt zu haben, ohne auch nur irgend eine Ahnung von ihren Interessen zu haben, über ihre Schwächen und Stärken zu haben, Sie möchten etwas "passgenaues" für sie finden mittels des Herumschnüffelns in einem Schulzwischenzeugnis.

Recht haben Sie, Jean-Marc, als Sie doch nun haben feststellen dürfen, dass in der freien Wirtschaft für Sie kein Platz ist und Ihr Schaffensfeld sich auf ein Jobcenter beschränken muss. Ja, so läuft der freie Arbeitsmarkt. Das ist passgenau.

Ich darf Sie meiner Hochachtung versichern, wie das Jobcenter München unter der Ägide der 30%igen Quotenmamsell Martina Musatti das Beste tut und keine Mühen scheut, Jugendliche an der Weiterbildung in hilfreicher und unterstützender Weise tatenkräftig und vorsätzlich zu behindern. Kudos, wie wir in Uganda zu sagen pflegen.

Als dies nun von mir in überzeugender und finaler Weise abgehandelt und geklärt wurde, werde ich mich im nächsten Post mit Ihrem Nachsatz


insbesondere auch darüber, ob der angestrebte Schulabschluss im Sommer erreicht wird, oder ob gegebenenfalls ein vom Jobcenter finanzierter Förderunterricht angeboten werden sollte.

beschäftigen. Ein hochinteressantes Sujet bietet sich hier wie mich dünkt, und ich will nicht umhin kommen, dies in meiner bekannt prolixen Art zu behandeln.

N'hésitez pas à nous faire savoir si nous pouvons vous fournir une aide supplémentaire.


Cordialement vôtre

11/15/2013

DIE DYSTOPIE JOBCENTER – 10 JAHRE HARTZ IV

ursprünglich veröffentlicht am 12.7.2012

Grosse Companies können zurückblicken auf eine Geschichte, a defining moment in time, ein Individuum, dass bislang akzeptierte Standards auseinander nimmt und durch Dynamik ersetzt.

Z.B. HP:

The company was founded in a one-car garage in Palo Alto by William (Bill) Redington Hewlett and Dave Packard. HP is the world’s leading PC manufacturer.

APPLE: Starting out of the garage of Steve Jobs’ parents on Crist Drive in Los Altos, California. The rest is history as they say.

SAP: SAP was founded in June 1972 by five former IBM engineers in Mannheim, Baden-Württemberg Dietmar Hopp, Klaus Tschira, Hans-Werner Hector, Hasso Plattner, and Claus Wellenreuther.

Weltbekannte Firmen … gegründet von Do-ern.

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Szenenwechsel. Billiglohnland DE-Land

Auf eine nicht minder grandiose Historie kann die ARGE (falls du in dem Akronym Shit daheim bist) oder das Jobcenter (falls dir bei Euphemismen einer unkontrolliert abgeht) zurückblicken. Hier die Corporate Highlights einer Firma, dessen Business Modell einem Eponym geschuldet ist. YeeHah!

  • brasilianische Saftfotzen

  • bezahlter Fickservice für Gang-Mitglieder durch Unterschlagung von Aktionärskapital und Kapital des Landes Niedersachen

  • Am 15. November 2006 wurde bekannt, dass gegen Peter Hartz in Braunschweig ein Strafverfahren wegen Untreue als VW-Vorstand in 44 Fällen eröffnet wurde. Ihm drohte für jede dieser 44 Taten eine Geld- oder Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren und damit als Gesamtstrafe eine Freiheitsstrafe bis zu 15 Jahren.

  • Gesamtschaden 2,6 Millionen Euro

In einem angelsächsischen Land wäre dieser Mega-Korrupto ins Gefängnis gewandert. In der juristischen Bananenrepublik DE-Land mit seiner bekannten Kungeljustiz konnte sich diese Ratte gegen 576K Euro freikaufen.

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Der Effekt der durch Hartz IV erreichten Lohndeflation sieht so aus:



In the graphic note that France has closely tracked the agreed EU inflation target of 2%, while Germany violated the agreement, largely by repressing wage increases (and hence Unit Labor Costs).

Heiner Flassbeck has been studying the impact of Germany’s wage deflation policy for at least six years. E.g., from 2006 he wrote:

“The European Monetary Union can only function if nominal wage increases in all member countries are in line with the inflation target set by the monetary authorities. Given the close correlation of unit labor cost growth (nominal wage growth minus productivity growth) and inflation, the implicit rule of the monetary union asks for real wage growth in each member state following strictly national productivity progress and for unit labor costs not exceeding and not undershooting a 2 percent growth path in each member state.

Violations of this rule will either lead to inflation or deflation in the union as a whole or to deviations of national real exchange rates and national levels of competitiveness bearing grave long-run consequences for the appreciating countries. This kind of aberration started with the beginning of the currency union in 1999–with Germany, due to its deflationary wage policy, being the main culprit. Without fundamental changes in wage policies throughout Europe, a deflation or a transfer union, comparable to the German transfer union after unification, is an imminent danger.

(voller Artikel hier)

In einem Club wie der EU ist DE-Land nicht der Primus inter pares, es ist der Primus inter pauper. Deutschlands Problem ist die Abhängigkeit vom Export wie ein Drogenabhängiger. Das grösste Problem DE-Lands ist die katastrophale Demografie, die zu Armutsrenten führt, und Hartz IV ist der Garant für das Weiterbestehen von niedrigem Konsum und dem Zwang, den Euro auf Biegen und Brechen beizubehalten.

Yanis Varoufais Artikel ‘The Minotaur’s Global Legacy, Part C – Germany’s Europe‘ ist ebenso sehr lesenswert.

Additionally, Germany’s system of collective wage bargaining, based on a corporatist-cum-neo-mercantilist entente between German capital and the German trades unions, enabled the gap between productivity and wage growth to be more favourable to capital compared to the rest of Europe.

Michael Pettis ist immer gut zu lesen, wie z.B. dieser Artikel: ‘Europe’s depressing prospects‘ über die Auswirkungen deutscher Lohndeflation auf Spanien.

Soros hat es, wie immer, auf den passenden Nenner gebracht: wenn die Idiotie des Euro gerettet werden soll, dann muss DE-Land die Eurozone verlassen oder über Jahre finanziell bluten.

Du findest mich an der Bar bei einem Slippery Nipple. Cheers!